Herzlich willkommen auf meinem Blog!
Schön, dass du hier bist. Schon bald geht es los mit persönlichen Geschichten aus der Welt der Fotografie – Geschichten, die hinter den Bildern entstehen und oft mehr erzählen
als das fertige Foto selbst.
Ich nehme dich mit zu besonderen Orten, auf Reisen nah und fern und in die kleinen, oft unscheinbaren Momente dazwischen. Es geht um Begegnungen, Perspektiven, Lichtstimmungen – und um die Erkenntnisse, die man manchmal erst gewinnt,
wenn man durch den Sucher blickt.
Dieser Blog ist mehr als eine Sammlung von Bildern. Er ist ein Blick hinter die Kulissen: ehrlich, persönlich und inspiriert von der Faszination, die Fotografie für mich jeden Tag
aufs Neue bedeutet.
Ich freue mich, wenn du mich begleitest.
Bis ganz bald!
Maik
09.04.2026 - Es ist wieder da!
Manchmal verliert man sie einfach – diese leise, aber tiefe Freude an der Fotografie. Alles fühlt sich plötzlich schwer an: zu viel Technik, zu viele Optionen, zu viel Nachdenken. Genau an diesem Punkt hat mich die Ricoh GR IV wieder abgeholt.
Es war kein lauter Moment, kein spektakulärer Neuanfang. Eher ein leises Wiederentdecken. Ich nahm die Kamera in die Hand, ging raus – ohne Plan, ohne Erwartung. Einfach nur losziehen. Und plötzlich war sie wieder da: diese Lust, Dinge zu sehen. Nicht zu suchen, sondern zu entdecken.
Was diese Kamera so besonders macht, ist schwer in Zahlen zu fassen. Sie ist klein, fast unscheinbar. Niemand nimmt sie wirklich wahr. Genau das gibt mir eine Freiheit zurück, die ich lange vermisst habe. Ich kann mich durch die Stadt bewegen, ohne aufzufallen. Szenen passieren einfach, und ich bin mittendrin – nicht als Fotograf, sondern als Beobachter.
Und dann ist da diese Geschwindigkeit. Kein Zögern, kein Verpassen. Die Ricoh GR IV ist sofort bereit. Ein kurzer Moment, ein Blick, ein Klick – und das Bild ist da. Es fühlt sich direkt an, fast intuitiv. So, als würde die Technik endlich nicht mehr im Weg stehen, sondern einfach mitfließen.
Ich merke, wie ich wieder häufiger rausgehe. Einfach so. Ohne Ziel. Die Stadt fühlt sich wieder lebendig an, voller kleiner Geschichten, die nur darauf warten, gesehen zu werden. Früher hätte ich vielleicht gezögert, heute nehme ich die Kamera einfach mit – weil ich weiß, dass sie mich nicht bremst.
Und ja, ich glaube, ich kann es so sagen: Ich liebe diese Kamera. Nicht, weil sie perfekt ist. Sondern weil sie mir etwas zurückgegeben hat, das ich fast vergessen hatte.
Die Freude am Sehen. Die Freude am Festhalten. Die Freude daran, einfach loszugehen.
22.02.2026 - Die Wiederentdeckung
In den letzten Monaten hat sich in meiner Fotografie etwas leise, aber für mich kraftvoller verändert. Was früher von urbanen Linien, Licht und Schatten, Architektur und dem Puls der Städte geprägt war, weicht zunehmend einer Sehnsucht nach Weite, Stille und Erdung.
Ich entdecke die Landschaftsfotografie neu – und mit ihr ein Stück von mir selbst.
Wenn die Stadt lauter wird.
Lange Zeit haben mich Städte inspiriert. Das Rohe, das Unfertige, das Lebendige zwischen Beton und Glas. Doch irgendwann begann etwas zu kippen. Die Geräusche wurden nicht nur lauter, sondern schwerer. Die Enge fühlte sich nicht mehr nach Energie an,
sondern nach Druck.
Dazu habe ich die Unbeschwertheit etwas verloren und ist einem zunehmenden Unwohlsein gewichen.
Ich merkte, wie ich mich weniger umsah. Wie ich weniger fühlte. Wie ich zwar fotografierte – aber nicht mehr wirklich zuhörte.
Zuhören lernen – in der Natur
In der Natur ist es anders.
Dort spricht nichts laut – und doch sagt alles etwas.
Wenn ich heute mit der Kamera durch Wälder, über Felder oder entlang stiller Gewässer gehe, passiert etwas, das ich lange vermisst habe: Ich höre wieder zu. Dem Wind in den Bäumen. Dem Knacken von Ästen unter meinen Schritten. Dem Rhythmus meines eigenen Atems.
Diese Form des Zuhörens verändert auch meinen Blick. Ich suche nicht mehr nach dem großen Motiv, nach dem Spektakel. Ich entdecke kleine Momente:
Licht, das durch Nebel fällt.
Strukturen im Moos und an den Bäumen.
Spuren im Sand, Schnee die bald wieder verschwunden sind.
Es sind fragile Augenblicke – und genau darin liegt ihre Kraft.
Kleine Momente statt großer Kulissen.
Derzeit brauche ich das und es erfüllt mich.